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Google-Unternehmensprofil für Handwerker
So richten Handwerksbetriebe ihr Google-Unternehmensprofil richtig ein: Kategorien, Fotos, Leistungen, Bewertungen, Beiträge – mit Checkliste.
Von Lukas Wiens·13. September 2026·8 Min. Lesezeit
Wenn jemand „Dachdecker Herford“ googelt, sieht er zuerst drei Betriebe auf einer Karte. Nicht die mit der besten Website – die mit dem besten Google-Unternehmensprofil. Dieser Eintrag ist kostenlos, in einer Stunde eingerichtet und bringt vielen Handwerksbetrieben mehr Anrufe als die Website selbst.
Hier die sieben Schritte, in der Reihenfolge, in der sie zählen.
1. Profil beanspruchen und bestätigen
Suchen Sie bei Google nach Ihrem Firmennamen. Gibt es schon einen Eintrag (Google legt die oft automatisch an), klicken Sie auf „Inhaber dieses Unternehmens?“. Gibt es keinen, erstellen Sie ihn unter google.com/business. Die Bestätigung läuft per Postkarte, Telefon oder Video – ohne sie ist das Profil unsichtbar.
Kein Ladengeschäft? Kein Problem: Wählen Sie „Ich biete Leistungen bei Kunden vor Ort an“, verbergen Sie die Adresse und geben Sie Ihr Einzugsgebiet an (z. B. Kreis Minden-Lübbecke, Herford, Bielefeld).
2. Die richtige Hauptkategorie
Die Hauptkategorie ist der wichtigste Einzelfaktor. „Elektriker“, „Dachdecker“, „Heizungsinstallateur“, „Malerbetrieb“, „Tischlerei“ – so konkret wie möglich. Dazu bis zu 9 Nebenkategorien (z. B. „Solaranlagenanbieter“, „Notdienst für Elektriker“). Prüfen Sie, welche Kategorien die drei Wettbewerber nutzen, die aktuell vorne stehen.
3. Name, Adresse, Telefon: überall identisch
Google gleicht Ihre Daten mit Website, Impressum und Branchenverzeichnissen ab. Eine andere Schreibweise oder eine alte Adresse kostet Sichtbarkeit. Legen Sie eine Schreibweise fest („Wiens Bauelemente“, nicht mal „Wiens Bauelemente GmbH“, mal „Bauelemente Wiens“) und verwenden Sie sie überall – auch bei Gelbe Seiten, 11880, meinestadt.
4. Leistungen, Öffnungszeiten, Beschreibung
- Leistungen einzeln anlegen, mit kurzer Beschreibung und, wenn möglich, „ab“-Preis.
- Öffnungszeiten ehrlich. Notdienst? Dann „24 Stunden geöffnet“ nur, wenn Sie wirklich rangehen.
- Beschreibung (750 Zeichen): Wer, was, wo, seit wann, was Sie auszeichnet. Ort und wichtigste Leistungen in den ersten zwei Sätzen.
5. Fotos – die unterschätzte Waffe
Profile mit vielen eigenen Fotos bekommen laut Google deutlich mehr Anfragen. Laden Sie hoch:
- Logo und Titelbild (Team vor dem Firmenwagen schlägt jedes Stockfoto)
- 10 – 20 Baustellenfotos, nach Leistung sortiert
- Team, Werkstatt, Fahrzeuge
- Danach: jeden Monat 3 – 5 neue Fotos von aktuellen Aufträgen. Das signalisiert Google: Der Betrieb ist aktiv.
6. Bewertungen systematisch sammeln
Bewertungen sind der zweitwichtigste Rankingfaktor und der wichtigste für die Entscheidung des Kunden. Ein System, das funktioniert:
- Holen Sie sich Ihren direkten Bewertungslink (im Profil unter „Bewertungen erhalten“).
- Nach jeder Abnahme: „Wenn Sie zufrieden sind, würde uns eine Google-Bewertung sehr helfen“ – Link per WhatsApp.
- QR-Code mit dem Link auf Rechnung und Firmenwagen.
- Auf jede Bewertung antworten, auch auf die guten. Zwei Sätze reichen.
Ziel: 2 – 3 neue Bewertungen pro Monat. Nach einem Jahr haben Sie 30 Bewertungen mit aktuellem Datum – das schlägt 80 alte.
7. Beiträge und Fragen
Unter „Beiträge“ können Sie wie auf Facebook posten: fertige Projekte, Saisonangebote („Heizungswartung vor dem Winter“), Stellenanzeigen. Ein Beitrag pro Woche oder alle zwei Wochen reicht. Unter „Fragen & Antworten“ stellen Sie selbst die 5 häufigsten Kundenfragen ein und beantworten sie.
Checkliste zum Abhaken
- Profil bestätigt
- Hauptkategorie konkret, Nebenkategorien ergänzt
- Name, Adresse, Telefon identisch mit Website & Impressum
- Website verlinkt (am besten auf die passende Leistungsseite)
- Leistungen einzeln angelegt
- Öffnungszeiten, Beschreibung mit Ort
- 20+ eigene Fotos, monatlich neue
- Bewertungslink im Alltag eingebaut, auf alle Bewertungen geantwortet
- Alle 1 – 2 Wochen ein Beitrag
Website und Profil gehören zusammen
Das Profil bringt den Kunden auf die Karte – die Website überzeugt ihn. Verlinkt das Profil auf eine langsame Baukasten-Seite, ist der Kunde weg. Deshalb richte ich bei jedem Website-Projekt das Google-Unternehmensprofil mit ein. Wenn Sie wissen wollen, wie Ihr Profil und Ihre Website aktuell dastehen: kostenloser Website-Check.