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Website erstellen: Kosten 2026 im Überblick
Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen? Preisspannen für Baukasten, Freelancer und Agentur, laufende Kosten und Förderung – ehrlich gerechnet.
Von Lukas Wiens·28. September 2026·8 Min. Lesezeit
„Was kostet eine Website?“ ist die häufigste Frage in meinem Postfach – und die ehrlichste Antwort lautet: zwischen 0 € und 25.000 €, und beides kann richtig sein. Das hilft Ihnen nur nicht weiter. Deshalb hier die Preisspannen, die Posten dahinter und die Punkte, an denen Angebote auseinandergehen, obwohl oben dasselbe Wort steht.
Kurz zur Einordnung: Dieser Artikel gilt für Unternehmen aller Branchen – Dienstleister, Praxen, Kanzleien, Gastronomie, Handel, Handwerk. Wenn Sie einen Handwerksbetrieb führen und die Zahlen speziell dafür wollen, lesen Sie besser was eine Handwerker-Website 2026 kostet.
Kurz erklärt
| Weg | Einmalig | Laufend | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Baukasten selbst gebaut (Wix, Jimdo, IONOS, Squarespace) | 0 – 500 € | 15 – 50 €/Monat | Wer eine digitale Visitenkarte braucht und selbst Abende investieren kann |
| Freelancer oder kleines Studio | 850 – 8.000 € | 0 – 150 €/Monat | Unternehmen, die über Google gefunden werden und Anfragen bekommen wollen |
| Agentur | 8.000 – 25.000 € | 150 – 500 €/Monat | Größere Betriebe mit Marketing-Budget, mehreren Standorten oder Marken |
Drei Dinge, die in dieser Tabelle nicht stehen und trotzdem den Preis erklären:
- Wer die Texte schreibt. Das ist bei fast jedem Projekt der Posten, der kippt. Wenn Sie druckreife Texte liefern, wird es günstiger. Wenn sie im Gespräch entstehen müssen, kostet das Zeit – meine oder Ihre.
- Wie viele Seiten Google sehen soll. Eine Seite „Leistungen“ ist billig und bringt wenig. Fünf eigene Leistungsseiten mit Ihrem Ort sind mehr Arbeit und der eigentliche Grund, warum Sie gefunden werden.
- Ob Technik dazukommt. Terminbuchung, Shop, Anbindung an Ihre Software, Mehrsprachigkeit: Jeder dieser Punkte ist ein eigenes kleines Projekt.
Schritt für Schritt: was den Preis bestimmt
Design. Eine Vorlage anpassen kostet ein paar Stunden. Ein Entwurf, der zu Ihrem Unternehmen passt und den es so noch nicht gibt, kostet ein bis zwei Tage. Der Unterschied ist später sichtbar – an der Website und an der Verweildauer.
Umfang. Rechnen Sie mit etwa 1,5 bis 3 Stunden pro sauber gebauter Unterseite, inklusive Text, Bildern und mobiler Ansicht. Fünf Seiten sind damit ein anderes Projekt als fünfzehn.
Inhalte. Fotos sind der unterschätzte Posten. Ein Fotograf für einen halben Tag kostet 400 – 900 €. Gute Handyfotos aus dem Betrieb sind ehrlicher als Stockbilder und kosten nichts – sie müssen nur gemacht werden.
Technik und Recht. Impressum, Datenschutzerklärung, DSGVO-konforme Einbindung von Schriften und Karten, barrierefreie Bedienung: Das ist kein Extra, sondern Pflichtprogramm. Wer es weglässt, verkauft Ihnen ein Risiko mit Rabatt.
Sichtbarkeit. Eine technisch saubere Grundoptimierung gehört dazu: Struktur, Titel, strukturierte Daten, Verknüpfung mit dem Google-Unternehmensprofil. Laufendes SEO – Inhalte, Rankings, Berichte – ist danach eine eigene Leistung mit eigenem Preis.
Was ich nehme, zum Vergleich: 850 € als Festpreis für individuelles Design, bis zu fünf Seiten, lokale Google-Grundoptimierung, Kontaktformular, Rechtstexte und eingerichtete Domain. Keine Stundenabrechnung, keine Nachforderung. Alles darüber – weitere Leistungsseiten, Karriere-Seite, Ratgeber, Terminbuchung – bekommt vorher einen festen Preis. Die vollständige Aufstellung steht auf der Seite Leistungen & Preise.
Woran Sie ein zu billiges Angebot erkennen
- Es steht kein Liefertermin drin.
- Es ist nicht klar, wer die Texte schreibt.
- Rechtstexte, Weiterleitungen und Übergabe der Zugangsdaten werden nicht erwähnt.
- Die Website läuft auf einem Konto des Dienstleisters statt auf Ihrem.
- Für jede Änderung nach dem Launch gibt es einen Stundensatz, aber keinen Rahmen.
Der letzte Punkt ist der teuerste. Eine Website, an die niemand mehr herangeht, ist nach zwei Jahren wertlos – unabhängig davon, was sie gekostet hat.
Laufende Kosten und Förderung
Domain: 10 – 20 € im Jahr. Hosting: 0 – 15 € im Monat; statisch gebaute Websites können bei modernen Anbietern kostenlos laufen. Wartung: 30 – 150 € im Monat, je nachdem, ob nur Updates und Backups laufen oder auch Änderungen inklusive sind. Meine Service-Abos liegen bei 30, 60 und 100 € im Monat und sind monatlich kündbar – freiwillig, nicht Bedingung.
Was Sie nicht dauerhaft zahlen sollten: Miete für Ihr eigenes Design. Bei Baukästen und manchen Agenturmodellen ist die Website weg oder stillgelegt, sobald Sie kündigen. Achten Sie im Angebot auf den Satz, dass Domain, Inhalte und Quellcode Ihnen gehören.
Förderung: Reine Website-Projekte sind selten förderfähig. Programme von Bund und Ländern zielen meist auf Beratungsleistungen, Digitalisierungs- oder Prozessprojekte – und Bedingungen, Fristen und Budgets ändern sich regelmäßig. Ein Blick in die Förderdatenbank des Bundes und ein Anruf bei Ihrer IHK oder Handwerkskammer kosten nichts. Planen Sie das Projekt aber so, dass es sich ohne Zuschuss rechnet; alles andere ist Glücksspiel mit Ihrem Zeitplan. Wenn es nicht nur um die Website, sondern um Abläufe im Büro geht, ist die Prozessautomatisierung oft der Punkt, an dem Förderprogramme eher greifen – und an dem sich Zeit messbar sparen lässt.
Beratung vor Ort
Zahlen aus einem Artikel sind ein Anhaltspunkt, kein Angebot. Was Ihre Website kosten sollte, hängt davon ab, wonach Ihre Kunden suchen und wie viel Sie selbst beitragen wollen. Genau das schaue ich mir vorher an – kostenlos, per Video oder bei Ihnen im Betrieb.
Ich sitze in Bad Oeynhausen und bin regelmäßig im Umland unterwegs: Minden, Porta Westfalica, Herford und Bielefeld. Websites baue ich darüber hinaus für Unternehmen in ganz Deutschland – die Abstimmung per Video funktioniert erfahrungsgemäß sogar schneller als Termine im Kalender.
Wenn Sie schon eine Website haben: Fordern Sie den kostenlosen Website-Check an. Sie bekommen ein kurzes Video mit dem, was bremst, was fehlt und was sich lohnt – und was Sie sich sparen können.